Welches System für welche Daten führend ist
Vor der Integration lohnt es sich, die Zuständigkeiten festzulegen. ERP oder PIM bleiben meist führend für die Stammdaten: Name, SKU, GTIN, Marke, Modell und Beschreibungen. DPPC übernimmt, was diese Systeme selten gut abbilden: Materialzusammensetzung mit Anteil und Herkunft, Dokumente und Zertifikate mit Prüfung und Gültigkeitsdatum, Lieferantendaten, die Freigabe von Produkten und die Veröffentlichung des Produktpasses mit QR-Code. So wird jede Information an genau einer Stelle gepflegt.
So funktioniert die Integration mit DPPC
DPPC stellt eine REST-API in Version v1 mit Dokumentation und herunterladbarem OpenAPI-Schema bereit. Sie umfasst Produkte, Materialien, Dokumente, Lieferanten, Zertifikate und Vorlagen für Branchenfelder sowie die Workflow-Aktionen Freigeben, Ablehnen, Veröffentlichen und Archivieren. Fertige Plug-ins für bestimmte ERP-Systeme gibt es nicht. Die Integration baut Ihr IT-Team oder ein Integrationspartner, der Ihr ERP oder PIM kennt, und die API von DPPC ist darauf ausgelegt, dass diese Integration einfach und vorhersehbar bleibt.
Sammel-Synchronisation statt einzelner Aufrufe
Bei großen Katalogen ist es bequemer, Daten gebündelt zu senden. Synchronisationsaufträge nehmen bis zu 500 Produkte, Lieferanten oder Zertifikate auf einmal an, legen neue Datensätze an oder aktualisieren bestehende und werden im Hintergrund in einer Warteschlange verarbeitet. Status, Zahl der verarbeiteten Datensätze und eine Fehlerbeschreibung lassen sich über die API abfragen. Vor dem Speichern können Daten außerdem im Vorschaumodus validiert werden, der Warnungen zurückgibt, ohne Daten im System zu ändern.
Webhooks: Änderungen zurück an Ihre Systeme melden
Die Integration funktioniert in beide Richtungen. DPPC sendet Webhooks beim Anlegen, Ändern und Löschen von Produkten, Materialien, Dokumenten, Lieferanten und Zertifikaten sowie bei der Veröffentlichung eines Produktpasses. Jede Nachricht ist mit HMAC-SHA256 signiert, damit der Empfänger prüfen kann, dass sie von DPPC stammt. Fehlgeschlagene Zustellungen werden dreimal wiederholt, nach einer, fünf und fünfzehn Minuten, und in den Organisationseinstellungen lässt sich ein Testereignis senden.
Sicherheit und Zuverlässigkeit der Integration
Jedes System verbindet sich mit einem eigenen API-Schlüssel und ausgewählten Berechtigungen, zum Beispiel nur Lesezugriff auf Produkte oder Schreibzugriff auf Zertifikate. Ein Schlüssel für den Onlineshop kann also keine Daten ändern. Schreibvorgänge unterstützen den Header Idempotency-Key: Wird dieselbe Anfrage erneut gesendet, etwa nach einem Verbindungsabbruch, entstehen keine Duplikate. Die Limits liegen bei 180 Lese- und 60 Schreibanfragen pro Minute und Schlüssel.
ERP-Integration des Produktpasses Schritt für Schritt
Beginnen Sie mit dem Feld-Mapping: Welche Daten aus ERP oder PIM gehen in welche Felder von DPPC, einschließlich der Branchenfelder aus der Vorlage, die die API bereitstellt? Legen Sie dann einen API-Schlüssel mit minimalen Rechten an und testen Sie die Validierung im Vorschaumodus mit einigen Produkten. Starten Sie anschließend die erste Sammel-Synchronisation für eine Kategorie und richten Sie Webhooks ein, falls andere Systeme auf Änderungen reagieren sollen. Dokumente und Zertifikate werden meist direkt in DPPC ergänzt, weil sie dort geprüft werden.