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2026-09-29

Compliance

Digitaler Produktpass in der Möbelbranche: erste Schritte

Möbel gehören zu den vorrangigen Produktgruppen im ESPR-Arbeitsplan. Was das für Hersteller bedeutet und wie Sie Materialien, Varianten und Zertifikate ordnen.

MöbelDigitaler ProduktpassESPR

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DPPC

Möbel gehören zu den Produktgruppen, die die EU-Kommission im ersten Arbeitsplan der Ökodesign-Verordnung ESPR (EU) 2024/1781 als vorrangig eingestuft hat. Den genauen Datenumfang und den Zeitpunkt für den digitalen Produktpass bei Möbeln legt erst der delegierte Rechtsakt fest. Hersteller, die ihre Daten jetzt ordnen, sind jedoch deutlich besser aufgestellt als jene, die in letzter Minute beginnen.

Warum es bei Möbeln besonders schwierig ist

Ein Möbelstück gibt es selten nur in einer Ausführung. Dasselbe Sofa existiert in mehreren Bezügen, Farben und Größen, derselbe Schrank in verschiedenen Oberflächen und Konfigurationen. Jede Variante kann andere Komponenten haben, und die Komponenten stammen von verschiedenen Lieferanten. Hinzu kommen Nachweise: FSC- oder PEFC-Zertifikate für Holz, Prüfberichte, Montage- und Pflegeanleitungen.

Wenn diese Informationen in getrennten Dateien liegen, entstehen schnell Widersprüche: Der Vertrieb nennt eine Zusammensetzung, die Technik eine andere und ein Händler in einem anderen Land wieder eine andere.

Was Sie zuerst ordnen sollten

  1. Die Variantenstruktur. Legen Sie fest, ob der Pass ein Modell, eine Variante oder eine bestimmte Charge betreffen soll. Diese Entscheidung beeinflusst alles Weitere.
  2. Materialien und Komponenten. Für jede Variante: Holzart, Platten, Beschläge, Schaumstoffe, Stoffe, jeweils mit Anteil, Herkunftsland und Lieferant.
  3. Zertifikate. FSC- oder PEFC-Zertifikate und weitere Nachweise mit Nummer, Aussteller und Gültigkeitsdatum, zugeordnet zu den Produkten, für die sie tatsächlich gelten.
  4. Dokumente für Kunden. Montage-, Pflege- und Demontageanleitungen, die auf die öffentliche Produktseite gehören können.
  5. Daten für Händler. Die Informationen, nach denen Handelspartner am häufigsten fragen, damit Sie sie nicht jedes Mal neu zusammenstellen müssen.

Der QR-Code am Möbelstück

Der QR-Code des Produktpasses kann auf dem Produktetikett, in der Montageanleitung oder auf der Verpackung stehen. Wichtig ist, dass er zu einer festen Adresse führt, die sich bei Datenänderungen nicht ändert. So bleibt ein einmal gedrucktes Etikett gültig, und die Seite zeigt immer die aktuellen Informationen.

So sieht es in DPPC aus

In DPPC haben Möbel eigene Felder: Holzart und FSC-Zertifizierung sind Pflichtfelder, Pflege- und Demontagehinweise sind optional. Jedes Produkt hat einen Datensatz mit Materialien, Lieferanten, Dokumenten und Zertifikaten. Ein Zertifikat wird nach Ablauf des Gültigkeitsdatums automatisch als abgelaufen markiert, und ein Produkt mit Lücken wird nicht veröffentlicht. Ein veröffentlichtes Produkt erhält eine Seite mit QR-Code im SVG-Format, verfügbar auf Deutsch, Polnisch, Englisch und Tschechisch.

Mehr darüber, wie DPPC Möbelhersteller unterstützt, lesen Sie auf der Seite Digitaler Produktpass für Möbel. Was der Produktpass speziell für Unternehmen bedeutet, die in Deutschland verkaufen, beschreiben wir auf der Seite zum deutschen Markt.

Den für Möbel erforderlichen Datenumfang legt der delegierte Rechtsakt der Kommission fest. DPPC ersetzt keine rechtliche Bewertung, hilft Ihnen aber, die Daten so vorzubereiten, dass Sie ohne Zeitdruck auf die konkreten Anforderungen reagieren können.